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Humboldt-Universität zu Berlin - IRI THESys

HealthyLiving - Strategie und Planungsinstrument für gesundheitsförderndes Wohnumfeldgrün in der Stadt der Zukunft

Das HealthyLiving Projekt wird durch die Fritz und Hildegard Berg Stiftung im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft gefördert. Ausschreibung „STADT DER ZUKUNFT: Gesunde, nachhaltige Metropolen“ 2016.

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Zusammenfassung

Zentrale Strategien nachhaltiger Stadtplanung sind Nachverdichtung und Konzentration vielfältiger Funktionen innerhalb eines dichten urbanen Zusammenhangs, aber auch die quantitative und qualitative Entwicklung urbaner Grün- und Blaustrukturen und deren Ausgleichs- und Entlastungsfunktionen zur Förderung der Gesundheit der Stadtbewohner. Kleinteilige Grünstrukturen des Wohnumfeldes stehen dabei selten im Fokus interdisziplinärer Forschung und im Blickfeld von Planern, Architekten und Wohnungswirtschaft. Sie beeinflussen aber sehr unmittelbar public und mental health, Umweltgerechtigkeit, die Verfügbarkeit von Ökosystemdienstleistungen, die Erlebbarkeit von Biodiversität und damit die Lebensqualität der Anwohner. Die qualitative und quantitative Aufwertung und die nachhaltige Entwicklung des Wohnumfeldgrüns ist ein wichtiger gesundheitsrelevanter Baustein der Strategie des ecological designs.

Das Projekt HealthyLiving verknüpft ökologische, ökonomische und sozio-kulturelle Sichtweisen und Diskurse. Untersucht werden historische und aktuelle Planungsstrategien für Wohnumfeldgrün als Gesundheitsressource mittels Bestandsaufnahme und Benchmarking (Status Quo und Bewertung), gesundheitsrelevante Ökosystemdienstleistungen des Wohnumfeldgrüns und seinen Beitrag zu städtischen umwelthygienischen Problemstellungen (Umwelt und Gesundheit) sowie zur Biodiversität.

Das Projekt HealthyLiving entwirft Konzepte und Umsetzungsstrategien für eine nachhaltige Entwicklung des Wohnumfeldgrüns im urbanen Raum und zielt dabei auf die ‚biodiversitätsfreundliche’ langfristige Stärkung und Optimierung der gesundheitsfördernden Ökosystemdienstleistungen. Konkrete Maßnahmen werden abgeleitet, bezüglich ihrer oökologischen, sozio-kulturellen und ökonomischen Wirkungen bewertet und in einem Planungsinstrument für Planer und Entscheider zusammengefügt. Dadurch erlangt das Schutzgut menschliche Gesundheit einen höheren Grad an Planungsrelevanz und Bedeutsamkeit.
Projektpartner